Wunderschönes Allgäu - Silvester im Familienhotel

Ausblick aus dem Hotelzimmer in Pfronten, Familotel Bavaria

Mehr als 10 Jahre habe ich gebraucht, um meinen Mann davon zu überzeugen, dass auch ein Winterurlaub mit Schnee und Skifahren eine angenehme Urlaubsart für Familien ist. Vor 3 Jahren war es dann endlich so weit und wir haben einen einwöchigen Aufenthalt im Familotel Bavaria in Pfronten zu Silvester gebucht. Ein Skipass für 3 Stunden täglich, sowie der Transfer zur Piste und viele weitere Annehmlichkeiten waren enthalten. Nur hat keiner mit dem Wetter gerechnet...

Wochenlang habe ich recherchiert, wo man denn wohl Silvester mit nicht allzu weiter Anreise, am besten per Bahn, einen Familienskiurlaub verbringen kann. Wir waren früh dran und dennoch waren extrem viele Angebote bereits ausgebucht. Laut einiger Aussagen im Netz, sollte das Allgäu um Pfronten herum eines der schneesichersten Gebiete deutschlands sein. Keine Ahnung ob das wissenschaftlich belegt werden kann, aber wenn in ganz Deutschland und sogar in Österreich kein Schnee liegt, nützt einem auch das so gar nichts. Außerdem wurde Pfronten als ideales Familienskigebiet im Allgäu angepriesen. Also fiel die Wahl auf Pfronten im Allgäu. Nun musste natürlich noch die passende Unterkunft her. Da wir in letzter Zeit viel Ferienwohnung/-haus-Urlaub gemacht haben, wollte ich mich mal so richtig verwöhnen lassen und stimmte für eine Hotel. Idealerweise ein Familienhotel.

 

Beim Familotel Bavaria hatten wir Glück und konnten noch eines der Maisonette-Zimmer ergattern. Ich muss dazu sagen, wir haben bereits im Januar gebucht und es waren bis auf ein paar wenige Ausnahmen bereits alle Zimmer belegt... Wir haben uns für das Bavaria aber nicht nur wegen des freien Zimmers, vielmehr auch wegen seiner super Lage und dem großen Angebot für Kinder gebucht. Auf der einen Seite ist man in ca. 5-10 Minuten fußläufig an der Skipiste und in die andere Richtung kommt man schnell in den Ort, ebenfalls fußläufig in ein paar Minuten. Ein kleiner Rodelhang befindet sich direkt vorm Hotel und auch die Bushaltestelle ist nur ein paar Meter entfernt. Für die Kinder wurden täglich Aktionen, Ausflüge und Betreuung, sowie Skischule angeboten. Zudem verfügt das Hotel über ein kleines beheiztes Schwimmbad, was wir nach einem kalten Wintertag gerne genutzt haben.. 

Wie gesagt, wollten wir bequem per Bahn anreisen, was auch gar kein Problem war. 9 Stunden dauerte die Anreise allerdings, jedoch konnten wir diese bequem, teilweise mit dem ICE und 1. Klassetickets (die waren nur 20 Euro in Summe teurer und haben sich wirklich gelohnt) bestreiten. Angekommen am Urlaubsort wurden wir freundlich von einem Fahrer in Empfang genommen und per kostenlosem Transfer zum nur ein paar Minuten entfernten Hotel kutschiert. Während der Bahnfahrt waren die Wiesen teilweise reichlich mit Schnee bedeckt, so dass wir uns schon auf schneereiche Ferien freuten.

Ausblick vom Balkon, Familotel Bavaria Pfronten

In Pfronten stellte sich die Situation allerdings etwas anders dar. Ja, es gab leichten Puderzucker-Schnee, der hübsch aussah, aber zum Skifahren war das absolut nicht ausreichend. 

Das Hotel war toll. Wir wurden sehr freundlich empfangen und hatten ein wirklich schönes Zimmer, mit traumhaftem Ausblick. Die Kinder hatten einen abgeschlossenen eigenen Schlafbereich und es gab einen kleinen Balkon und einen Kachelofen. Besonders gut war der Service allgemein im Hotel. Sowohl beim Essen als auch beim Transfer zum Skihang, das Personal war durchweg gut gelaunt und freundlich. Die Inhaber haben stets ihr Bestes gegeben, um die Gäste zufrieden zu stellen. So haben wir einmal unseren Bus vom Breitenberg zurück zum Hotel verpasst und hätten eine ganze Stunde warten müssen oder mit den Kindern eine etwas längere Strecke durch die Gegend stapfen müssen. Ein kurzer Anruf im Hotel genügte und der Hotelier selbst hat uns an der Haltestelle eingesammelt und in die warme Stube des Hotels gebracht.

landschaft allgäu pfronten

Da wir anfangs immer noch auf mehr Schnee hofften, und ein Teil der Piste in Pfronten künstlich beschneit war, liehen wir uns ganz in der Nähe eine Skiausrüstung und meldeten uns zum Schnupperskikurs an. Dieser Kurs fand dann am nächsten Tag auf einem kleinen Rest Schnee auch statt. Die Kinder hatten zeitgleich im Zuge der Kinderbetreuung einen kostenlosen Ski-Schnupperkurs, der im Anschluss 3 Vormittage gedauert hätte, wenn die Bedingungen es zugelassen hätten.

skipiste pfronten

Auf diesem Bild sieht man die Bedingungen ganz gut. Lediglich dieser kleine, künstlich beschneite Teil war fahrbereit. Aber selbst der gab nach 3 Tagen 18 Grad und teilweise sehr sonnigen Tagen, zum Ende hin auf. 

Da das Skifahren nun nicht wirklich möglich war, hatten wir ausreichend Zeit für Ausflüge in die Umgebung. Im Kinderprogramm war der Ausflug zur Burgruine Falkenstein inkludiert, welchen die Kinder auch gerne angenommen haben. Wir sind derweil in Pfronten spazieren gegangen und haben die Gegend zu Fuß erkundet. Außerdem gab es im Hotel einen kleinen, netten Wellnessbereich mit Schwimmbad, den wir so auskosten konnten. 

Am nächsten Tag sind wir mit den Kids gemeinsam auf den Breitenberg gefahren, was mit der Köngiscard neben vielen weiteren Aktionen kostenlos war. Hier haben wir dann auch direkt unseren lang ersehnten Schnee gefunden. Der Breitenberg ist immerhin 1838 Meter hoch und man vermutete es von unten bei Sonnenschein und immer noch 18 Grad gar nicht, aber es war dort schön winterlich. 

Ausblick Breitenbergbahn

Da Ski fahren für die Kinder und uns als Anfänger auch dort nicht möglich war, konnten wir zumindest den Schnee für eine Rodelpartie nutzen und hatten jede Menge Spaß bei einer Schneeballschlacht.

Rodeln auf dem Breitenberg, Allgäu

Bei der Abfahrt mit der Breitenbergbahn hatte man einen wundervollen Blick auf das Schloss Neuschwanstein, welches wir auch gerne noch besichtigt hätten. Hierfür blieb uns aber leider keine Zeit, denn gleich sollte das Silvesterprogramm im Hotel starten.

Blick auf Schloss Neu Schwanstein

Im Hotel gab es ein nettes Silvesterprogramm. Für die Kids wurde eine eigene kleine Party veranstaltet, ein kleines Fotoshooting und natürlich "Dinner for one" über eine dafür aufgestellte Leinwand gezeigt. Ein 5 Gängemenü wurde serviert und entsprechende Getränke waren im Preis inbegriffen. Nach dem Essen sollte eine große Party in der Bar stattfinden. Der DJ (welcher der Hotelier selbst war), gab sich alle Mühe, aber nach dem guten und reichhaltigen Essen wollte so gar keine Tanzstimmung aufkommen. 

 

Das Feuerwerk wurde dann um 0.00 Uhr gemeinsam von der Hotelterrasse gestartet. 

 

Danach war für uns die Feier vorbei, was zum einen dem Alter der Kinder und zum anderen der fehlenden Tanzstimmung geschuldet war. Das war nach langer Zeit das erste Silvester, an dem ich um 1.00 Uhr im Bett lag. Somit gab es aber am 1. Januar auch keine Katerstimmung und wir haben noch einen weiteren schönen Tag auf dem Breitenberg verbracht, bevor es am 2. Januar wieder mit dem Zug nach Hause ging.

 

Fazit:

Es war ein wunderschöner Familienurlaub in einem tollen Hotel. Aufgrund des Wetters, was ja keiner beeinflussen kann, leider nur nicht zum richtigen Skifurlaub geeignet. Pfronten selbst und auch das Hotel würden wir dennoch jederzeit wieder besuchen. Was mir sehr gut gefallen hat, war die Art Silvester zu verbringen. Mit Aktion für die Kids von morgens bis abends, so dass für die Kinder keine Langeweile aufkam. Wäre noch Tanzstimmung dazu gekommen, hätte ich es perfekt gefunden. Einen Skiurlaub würden wir allerdings wohl eher in höheren Gefilden, zu anderen Zeiten oder in Gletschergebieten buchen.


Interessant:

Der Aufenthalt wurde von uns selbst bezahlt und ich berichte hier lediglich über meine persönlichen Erfahrungen!


Weitere Beiträge zu Familienurlaub findest du hier.


Yvonne, Autorin des Blogs

Autorin:

Yvonne - berichtet über ihre Ausflüge mit der Familie (Ehemann und 2 Jungs) und ihren Familienurlaub, ebenfalls mit ihren 3 ständigen Reisebegleitern, sowie den ein oder anderen Familienkram. 


Kommentar schreiben

Kommentare: 0